Was tun, wenn der Ablufttrockner nicht mehr richtig trocknet?

Du öffnest den Trockner und die Wäsche ist noch spürbar feucht. Oder die Maschine läuft deutlich länger als früher. Vielleicht fällt dir auch ein muffiger Geruch auf, oder der Trockner heizt nicht mehr richtig. Solche Situationen ärgern und sorgen zugleich. Du fragst dich, ob das nur eine Kleinigkeit ist oder ob ein größerer Defekt vorliegt. Du denkst an Stromkosten, an Schimmel in der Wohnung oder an einen teuren Kundendiensttermin.

Dieser Ratgeber nimmt dich Schritt für Schritt an die Hand. Zuerst zeigen wir dir, wie du einfache Ursachen selbst erkennst. Dann erklären wir sichere, leicht umsetzbare Maßnahmen, die oft schon helfen. Du bekommst Hinweise, welche Werkzeuge du brauchst. Außerdem schätzen wir typische Kosten ein. Du erfährst auch, wann du besser den Fachmann rufst und wie du das Problem sicher angehst, ohne dich oder das Gerät zu gefährden.

Im Text findest du klare Prüfungen zu Belüftung, Flusensieb und Abluftschlauch. Wir zeigen dir, woran du einen Heiz- oder Elektronikdefekt erkennst. Am Ende helfen dir Praxis-Tipps bei der Entscheidung: Reparatur lohnt sich noch, oder Ersatz ist sinnvoller. Praktische Schritte, Sicherheitsregeln und Kostenübersichten machen das Lesen nützlich. So weißt du schnell, was zu tun ist.

Quick-Check: Häufige Probleme und schnelle Lösungen

Hier findest du eine kompakte Tabelle mit typischen Fehlerbildern beim Ablufttrockner. Die Einträge helfen dir beim ersten Prüfen und geben konkrete Schritte an. So kannst du oft selbst Abhilfe schaffen oder erkennen, wann ein Profi nötig ist.

Problem Wahrscheinliche Ursache(n) Konkrete Lösungsschritte und Hinweis, wann der Fachmann nötig ist
Wäsche bleibt innen spürbar feucht
Verstopftes Flusensieb, verstopfter Abluftschlauch, schlechte Luftzufuhr
Ziehe den Stecker. Reinige das Flusensieb gründlich. Prüfe und säubere den Abluftschlauch. Stelle sicher, dass die Außenwandöffnung frei ist. Bleibt das Problem, obwohl Luft durchströmt, rufe einen Techniker. Möglicher Defekt an Heizung oder Sensor.
Trockner läuft deutlich länger als früher Teilweise verstopfter Abluftweg, feuchte Raumluft, defekter Feuchtigkeitssensor Kontrolliere Abluftschlauch und Außenöffnung. Lüfte den Raum während des Trocknens. Teste mit einer kleinen Wäscheladung. Wenn Reinigung nichts bringt, kann der Feuchtigkeitssensor defekt sein. Dann Fachbetrieb beauftragen.
Muffiger oder ungewohnter Geruch in der Wäsche Flusen- oder Schimmelablagerungen im Kondensbereich oder Schlauch; zu lange Feuchtigkeit im Gerät Reinige Flusensieb und Schlauch. Wische Innenraum mit einem milden Essigwasser. Trockne eine Maschine leer bei hoher Temperatur, falls Herstellervorgaben das erlauben. Bei hartnäckigem Geruch oder sichtbarem Schimmel Fachmann holen.
Trockner heizt nicht oder kaum Defektes Heizelement, Thermostat, Sicherung oder Steuerung Prüfe Sicherungen und Steckdose. Wenn Strom vorhanden ist, aber keine Heizung, ist meist das Heizelement oder die Steuerung betroffen. Das sind Arbeiten für den Fachmann wegen hoher Spannung. Nicht selbst öffnen, bevor das Gerät spannungsfrei ist.
Ungewöhnliche Geräusche oder starke Vibrationen Fremdkörper im Trommelbereich, gelagerte Trommel, beschädigte Stoßdämpfer Ziehe den Stecker. Suche mit Taschenlampe nach Fremdkörpern in der Trommel. Prüfe, ob die Trommel rund läuft. Lockerungen oder Lagerprobleme erfordern meist Ersatzteile und Fachwissen. Dann Fachbetrieb kontaktieren.

Die Tabelle hilft dir, schnell die wahrscheinliche Ursache zu finden und einfache Schritte selbst durchzuführen. Wenn elektrische Bauteile betroffen sind oder du unsicher bist, wähle immer den Service durch einen Fachmann.

Schritt-für-Schritt: Selbst prüfen und einfache Reparaturen durchführen

  1. Vorbereitung und Sicherheit. Schalte den Trockner aus. Ziehe den Stecker. Warte, bis Trommel und Innenraum abgekühlt sind. Halte Taschenlampe, Schraubenzieher, einen Staubsauger mit schmaler Düse und ein weiches Tuch bereit.
  2. Stromversorgung prüfen. Stecke eine andere Lampe oder ein Gerät in die Steckdose. Funktioniert das andere Gerät nicht, überprüfe die Sicherung im Sicherungskasten. Wenn die Steckdose nicht funktioniert, rufe einen Elektriker.
  3. Flusensieb reinigen. Öffne das Flusensiebfach. Ziehe das Sieb heraus. Entferne Flusen mit der Hand und mit dem Staubsauger. Wasche das Sieb bei Bedarf mit warmem Wasser. Trockne es komplett, bevor du es wieder einsetzt.
  4. Innenraum und Türdichtung kontrollieren. Schau mit der Taschenlampe in die Trommel. Entferne Fremdkörper wie Münzen oder Büroklammern. Prüfe die Türdichtung auf Risse oder Ablagerungen. Reinige die Dichtung mit einem feuchten Tuch.
  5. Abluftschlauch prüfen. Löse den Schlauch vorsichtig vom Gerät und von der Außenwand. Achte auf Knicke. Sauge Flusen und Schmutz aus dem Schlauch und aus dem Anschluss. Stelle sicher, dass die Außenöffnung frei ist.
  6. Außenöffnung und Klappe kontrollieren. Gehe nach draußen. Öffne die Außenklappe. Entferne Vogelnest, Blätter oder sonstige Verstopfungen. Prüfe, ob die Klappe beim Trocknerlauf aufschwingt.
  7. Trommel auf Rundlauf und Lager prüfen. Drehe die Trommel per Hand. Sie soll gleichmäßig laufen. Lausche beim Drehen. Knackende Geräusche oder starker Spielraum deuten auf Lager oder Stoßdämpfer hin. Das ist meist eine Aufgabe für den Fachbetrieb.
  8. Programme und Temperatur prüfen. Wähle ein heißes Programm und eine kleine Baumwollladung. Starte kurz. Prüfe nach ein paar Minuten, ob warme Luft aus dem Außenventilator kommt. Keine warme Luft bei laufendem Motor kann auf Heizungsdefekt hinweisen.
  9. Feuchtigkeitssensor reinigen. Falls vorhanden, finde die Messstreifen in der Trommel. Reinige sie mit einem weichen Tuch und etwas Essigwasser. Schmutz auf den Sensoren verfälscht die Messung und kann zu zu kurzen oder zu langen Trockenzeiten führen.
  10. Muffigen Geruch behandeln. Entferne Flusen gründlich. Wische Trommel und Tür mit einer Mischung aus Wasser und etwas Essig. Lasse den Trockner mit einer kleinen, trockenen Baumwollladung einmal kurz laufen und lüfte anschließend den Raum.
  11. Erweiterte Prüfung bei Heiz- oder Motorproblemen. Wenn der Trockner nicht heizt oder ungewöhnliche elektrische Probleme zeigt, ist das Risiko hoch. Öffne keine elektronischen Bauteile, solange das Gerät unter Spannung steht. Kontaktiere einen geprüften Kundendienst. Teile dem Handwerker die zuvor durchgeführten Prüfungen mit.
  12. Abschlusstest und Dokumentation. Setze alle Teile wieder ein. Starte einen vollständigen Trockengang mit mittlerer Beladung. Notiere Auffälligkeiten wie Laufzeit, Geruch oder Geräusche. Diese Notizen helfen bei einem späteren Werkstatttermin.

Pflege- und Wartungstipps für einen langlebigen Ablufttrockner

Praktische Routinen

Flusensieb nach jedem Trocknen leeren. Öffne das Sieb nach jedem Durchgang und entferne die Flusen mit der Hand. Reinige das Sieb alle paar Wochen mit warmem Wasser und lasse es vollständig trocknen, bevor du es wieder einsetzt.

Abluftschlauch und Außenöffnung regelmäßig prüfen. Löse den Schlauch monatlich und sauge Flusen und Staub heraus. Kontrolliere die Außenklappe auf Verstopfungen wie Laub oder Nester und stelle sicher, dass der Schlauch nicht geknickt ist.

Geräteboden und Lüftungswege frei halten. Sorge für Abstand zur Wand und entferne Lagergut rund um den Trockner. Freie Luftwege reduzieren Wärmeaufbau und senken das Risiko für übermäßige Abnutzung.

Richtige Beladung und Programmwahl beachten. Lade die Trommel nur locker bis zur empfohlenen Füllmenge und vermeide Überladung. Wähle Temperatur und Programm passend zur Wäscheart, damit Sensoren korrekt arbeiten und Teile nicht unnötig beansprucht werden.

Regelmäßige Sichtprüfung und jährlicher Fach-Check. Prüfe Dichtung, Trommelrand und Kabel auf Beschädigungen sowie ungewöhnliche Gerüche oder Geräusche. Bei anhaltenden Problemen wie fehlender Heizleistung oder Brandgeruch vereinbare einen jährlichen Check oder rufe einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen zum Thema: Trockner trocknet nicht richtig

Was sind die häufigsten Ursachen dafür, dass die Wäsche nicht richtig trocken wird?

Am häufigsten liegt es an schlechter Luftzirkulation. Verstopftes Flusensieb oder ein zugesetzter Abluftschlauch reduzieren den Luftstrom. Elektrische Bauteile wie Heizelement oder Feuchtigkeitssensor können ebenfalls ausfallen. Auch Überladung oder falsche Programmwahl führen zu ungleichmäßigem Trocknen.

Wann sollte ich einen Techniker rufen?

Rufe einen Techniker, wenn Reinigung und einfache Checks nichts bringen. Bei Fehlfunktionen der Heizung oder elektrischen Problemen ist Fachwissen nötig. Auch bei Brandgeruch oder starken, ungewohnten Geräuschen solltest du sofort den Service kontaktieren. Öffne niemals elektronische Bauteile, solange das Gerät unter Spannung steht.

Welche schnellen Checks kann ich vor dem Anruf selbst durchführen?

Prüfe zuerst Steckdose und Sicherung. Leere das Flusensieb und kontrolliere den Abluftschlauch sowie die Außenöffnung auf Verstopfungen. Starte ein kurzes, heißes Programm und fühle, ob warme Luft aus der Außenöffnung kommt. Ziehe vor Demontage den Stecker.

Wie stark beeinflussen Beladung und Programmwahl das Trockenergebnis?

Überladung reduziert die Luftzirkulation und verlängert die Trockenzeit. Gemischte Textilien trocknen unterschiedlich, dadurch bleiben Teile feucht. Wähle das Programm passend zur Faserart und Temperatur. Sensorprogramme arbeiten nur korrekt, wenn die Sensoren sauber sind und die Trommel richtig beladen ist.

Woher kommt muffiger Geruch und wie werde ich ihn los?

Muffiger Geruch entsteht durch Restfeuchte, Flusen oder Schimmel in Schlauch und Trommel. Reinige Flusensieb, Schlauch und die Außenöffnung. Wische die Trommel mit leichtem Essigwasser und lasse gelegentlich einen heißen Leerlauf laufen. Bei hartnäckigem Geruch kann eine fachmännische Reinigung nötig sein.

Do’s & Don’ts für den sicheren Betrieb deines Ablufttrockners

Die Tabelle stellt praktische Verhaltensregeln gegenüber, die Leistung und Sicherheit verbessern. Beachte die Do’s und vermeide die Don’ts, um Störungen vorzubeugen.

Do’s Don’ts
Flusensieb nach jedem Trockengang leeren. Das reduziert Brandgefahr und verbessert den Luftstrom.
Das Gerät mit vollem Flusensieb betreiben. Das erhöht Trockenzeiten und das Risiko für Überhitzung.
Abluftschlauch regelmäßig prüfen und reinigen. Entferne Flusen und stelle sicher, dass der Schlauch nicht geknickt ist.
Den Schlauch knicken oder provisorisch abkleben. Das blockiert die Luftzufuhr und führt zu Druckaufbau im Gerät.
Außenöffnung frei halten. Entferne Laub oder Nester und kontrolliere, ob die Klappe funktioniert.
Die Außenöffnung dauerhaft verdecken. Das verhindert Abluft und führt zu schlechteren Trocknergebnissen.
Für Abstand zur Wand und freie Luftwege sorgen. Stelle nichts hinter oder neben das Gerät ab.
Gegenstände dicht an den Trockner stellen. Das behindert die Kühlung und erhöht die Belastung der Bauteile.
Die Trommel richtig beladen. Achte auf die empfohlene Füllmenge und sortiere nach Material.
Die Trommel überladen oder stark mischen. Das führt zu ungleichmäßigem Trocknen und längeren Laufzeiten.
Bei elektrischen Problemen einen Fachbetrieb rufen. Beschreibe die beobachteten Symptome genau.
Elektrische Bauteile selbst öffnen oder weiterbetreiben. Das ist gefährlich und kann weitere Schäden verursachen.

Fazit: Konsistente Pflege und verlässliche Verhaltensregeln verhindern viele Probleme und verlängern die Lebensdauer deines Trockners.

Sicherheits- und Warnhinweise vor eigener Prüfung oder Reparatur

Wichtige Risiken

Bei Arbeiten am Ablufttrockner bestehen mehrere Gefahren. Brandgefahr durch Flusen ist die häufigste Ursache für Brände. Flusen entzünden sich leicht bei Hitze. Ein weiterer Gefahrenpunkt ist Stromschlag beim Öffnen von Gehäuseteilen oder bei Arbeiten an elektrischen Bauteilen. Unsachgemäße Eingriffe können die Elektronik beschädigen oder zu weiteren Gefahren führen. Falsch geführte Abluft erhöht Hitze und Feuchte im Raum und kann langfristig Bauschäden oder Schimmel verursachen.

Konkrete Schutzmaßnahmen

Gerät vor Arbeiten immer vom Stromnetz trennen. Ziehe den Stecker und schalte die Sicherung aus, bevor du Bauteile berührst. Arbeite niemals an elektronischen Komponenten, solange das Gerät unter Spannung steht.

Nie mit verstopftem Flusensieb oder blockiertem Abluftschlauch betreiben. Das erhöht Überhitzung und Brandrisiko. Reinige Flusensieb und Schlauch regelmäßig.

Verwende isoliertes Werkzeug und, falls nötig, Schutzhandschuhe. Prüfe Steckdose und Kabel auf Beschädigungen. Nutze keine Verlängerungskabel für den Trockner.

Trockne keine Textilien, die mit Brennstoffen, Lösungsmitteln oder Ölen kontaminiert sind. Diese Stoffe können sich entzünden oder giftige Dämpfe freisetzen. Achte auf Pflegeetiketten der Kleidung.

Bei Unsicherheit oder bei Arbeiten an Heizung, Motor oder Steuerung hole einen Fachbetrieb. Öffne keine Hochspannungs- oder Heizkreisteile selbst. Beschreibe dem Techniker genau, welche Prüfungen du bereits durchgeführt hast.

Habe im Haushalt einen geeigneten Feuerlöscher parat. Für elektrische Brände eignen sich CO2- oder Pulverlöscher. Informiere dich über die korrekte Anwendung.

Zeit- und Kostenaufwand realistisch einschätzen

Hier bekommst du einen praxisnahen Überblick, wie viel Zeit und Geld üblicherweise in einfache Checks und Reparaturen fließt. Die Angaben sind Richtwerte. Sie variieren je nach Modell, Zugänglichkeit und Anbieter.

Zeitaufwand

Kurze Selbstchecks wie Steckdose prüfen, Flusensieb säubern und Trommel kurz inspizieren dauern meist 5 bis 20 Minuten. Das reicht oft, um offensichtliche Ursachen auszuschließen.

Abluftschlauch und Außenöffnung sauber machen kostet in der Regel 20 bis 40 Minuten. Wenn der Schlauch schwer zugänglich ist, plane mehr Zeit ein.

Sensorreinigung und Testlauf samt kleiner Kontrollladung beantragen 15 bis 45 Minuten. Ein kompletter Diagnosedurchlauf mit Beobachtung kann 60 bis 120 Minuten dauern.

Einfachere Reparaturen wie Schlauch- oder Dichtungstausch sind oft in 30 Minuten bis 2 Stunden machbar. Arbeiten an Heizelement oder Motor brauchen mehr Zeit. Für umfassende Eingriffe solltest du 1 bis 3 Stunden veranschlagen. Bei Fremdauftrag kann der Techniker zusätzliche Zeit für Anfahrt und Dokumentation benötigen.

Kostenaufwand

DIY-Kosten für Reinigungsmittel und kleine Werkzeuge sind meist unter 20 €. Ein neuer flexibler Abluftschlauch kostet grob 10 bis 60 €. Ersatz-Flusensiebe sind oft 5 bis 30 € erhältlich.

Teurere Ersatzteile variieren stärker. Türdichtungen liegen bei 30 bis 120 €. Heizelemente kosten typischerweise 50 bis 250 €. Thermostate oder Sensoren bewegen sich meist im Bereich 15 bis 70 €.

Handwerkerkosten setzen sich aus Anfahrt, Diagnosepauschale und Arbeitszeit zusammen. Typische Werte: Anfahrt/Diagnose 30 bis 120 €, Stundensatz 50 bis 120 €. Kleinere Reparaturen inkl. Teile liegen oft bei 100 bis 400 €. Umfangreiche Reparaturen können 300 bis 700 € oder mehr kosten.

Schwankungen entstehen durch Modellalter, Original- oder Nachbau-Teile, regionale Stundensätze und Anfahrtswege. Prüfe vorab, ob noch Garantie oder Gewährleistung besteht. Bei alten Geräten lohnt sich manchmal ein Kostenvergleich mit einem Ersatzgerät.

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